UNTERSTÜTZUNG VOM STAAT
Gibt es Unterstützung von Vater Staat?

Staatsgelder fürs Energiesparen

Energiesparen und Sonnenenergienutzung rentieren sich meist auch ohne Förderung. Doch noch mehr Spaß macht es, wenn Vater Staat mithilft. Wir geben einen kompakten Überblick.



Die wichtigsten Förderungen gibt es auf Bundesebene. Doch es lohnt sich durchaus auch, nach Förderungen durch die Landesregierung, durch den Landkreis und das örtliche Versorgungsunternehmen zu fragen.





1. Zuschüsse



Zuschüsse gibt es auf Bundesebene zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Energiesparberatung:Solarkollektoren werden mit 87 EUR je angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche bezuschusst
(Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Eschborn, Tel. 06 19 6 - 908 625, www.bafa.de). Biomasseanlagen: z.B. Pelletheizung mit 1.500 Euro, über 15 kW: zusätzlich 50 Euro je kW Für die Beratung durch einen zugelassenen Energieberater gibt es einen Zuschuss von 326 EUR, wenn das Haus vor 1984 gebaut wurde. (Ansprechpartner: BAFA). Selbsterzeugter Sonnen- und Windkraftstrom wird gesetzlich vergütet, z.B. Sonnenstrom mit 48,1 Cent/kWh über 20 Jahre. 2. Darlehen


Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt für Energiesparmaßnahmen und für Sonnenstromanlagen günstige Darlehen. Sie werden über eine Hausbank ausgezahlt. Die Hausbank übernimmt auch die Besicherung und die Abwicklung der Tilgung der Darlehen. Bei der Hausbank oder der KfW (www.kfw.de) bekommt man nähere Informationen (Konditionen-Faxabruf unter 069-74 31 42 14).



CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW
Wird für sehr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen zu sehr günstigen Konditionen gewährt, wenn das Gebäude vor 1979 errichtet wurde. Derzeitiger Zinssatz 2,93 Prozent eff., drei tilgungsfreie Jahre, zehn Jahre Zinsfestlegung, 20 Jahre Laufzeit, Darlehenssumme max. 250 EUR/qm. Drei Kombinationen stehen dabei zur Wahl:Neue Heizung + Dachdämmung + Wanddämmung Neue Heizung + Dachdämmung + Kellerdeckendämmung + neue Fenster Neue Heizung + Energieträger-Umstellung (z.B. Gas statt Öl) + neue Fenster Auch andere Maßnahmen, z.B. ein Gas-Brennwertgerät oder eine Solaranlage können finanziert werden, müssen jedoch den CO2-Ausstoß um mindestens 40 kg/m2a vermindern, belegt durch ein Gutachten. Nur schlechte Gebäudesubstanz mit ursprünglich sehr hohen Verbrauchswerten erreicht dies.

CO2-Minderungsprogramm der KfW
Derzeitiger Zinssatz 4,96 Prozent eff., drei tilgungsfreie Jahre, zehn Jahre Zinsfestlegung, 20 Jahre Laufzeit. Bei Altbauten wird die Installation von Brennwert- und Niedertemperaturkesseln sowie nachträglicher Wärmeschutz (auch Einbau von Wärmeschutzfenster) gefördert, der den Mindestanforderungen der WSchV und künftig der EnEV genügt. Das Kreditlimit liegt bei fünf Mio. Euro.









Speziell für Neubauten:
Für Neubauten sind das "Energiesparhaus 60" und das "Energiesparhaus 40" nach dem CO2-Minderungsprogramm förderfähig, benannt nach ihrem höchstens zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf (60 bzw. 40 kWh/m2a) - nicht zu verwechseln mit dem bisherigen Jahres-Heizenergiebedarf. Der Nachweis ist nach der neuen Energieeinsparverordnung zu führen. Mit dem Energiesparhaus 60 ist etwa die Qualität eines "3-Liter-Hauses" erforderlich und beim Energiesparhaus 40 handelt es sich um ein "Passivhaus" ca. 1,5 l/m²
Der Kreditbetrag beläuft sich beim Typ "60" auf 30.000 EUR und beim Typ "40" auf 50.000 EUR.

100.000-Dächer-Solarstromprogramm
Je Kilowatt Spitzenleistung gibt es max.6.557 EUR Darlehen für die Anschaffung einer Solarstromanlage, für die über fünf kW hinausgehende Leistungen 3.279 EUR/kW. Derzeitiger Zinssatz 1,91 Prozent eff., zwei tilgungsfreie Jahre, zehn Jahre Laufzeit.

Ungeförderte Finanzierung
Wenn der Staat nicht oder nicht ausreichend hilft, kann für die Finanzierung auch ein normaler Bankkredit eingesetzt werden. Ein Ratenkredit ist teuer. Günstiger ist ein Hypothekendarlehen, das über den Haus- oder Wohnungsbesitz abgesi-chert ist. Durch die hohe Sicherheit sind die Zinssätze günstiger. Die Entschuldung des Hauses eröffnet Spielraum. Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit bekommt man bereits zu einem Effektivzins von sechs Prozent. Die Banken vergeben solche Darlehen und auch die KfW-Darlehen nicht besonders gerne, weil der Bearbeitungsaufwand hoch und der Verdienst gering ist. Es gibt daneben auch besondere Modernisierungskredite. Die Konditionen sind ungünstiger als die Sätze von Hypothekendarlehen. Die Spannbreite ist groß und ein Vergleich der Konditionen lohnt sich. Auch Bauspardarlehen können zur Modernisierungsfinanzierung eingesetzt werden.

www.kfw.de
www.l-bank.de